Dokumentation von Kennarten auf Dauergrünland: Digitale Herausforderungen für Landwirte
Wer derzeit Menschen im hohen Gras entdeckt, die einzelne Blumen fotografieren, beobachtet möglicherweise Landwirte bei einer wichtigen Aufgabe: der Dokumentation sogenannter Kennarten auf Dauergrünlandflächen. Diese Erfassung bildet die Grundlage für mögliche Fördermaßnahmen im Rahmen der Ökoregelung 5 sowie des Förderprogramms FAKT II.
Bei einem gemeinsamen Feldrundgang mit Patrick Bossert in Donaueschingen wurde deutlich, dass die neu eingeführte App „Profil (bw)“ aktuell nur eingeschränkt funktioniert. Insbesondere auf landwirtschaftlichen Flächen ohne stabile WLAN- oder Mobilfunkverbindung stößt die Pflanzenkennung an ihre Grenzen und funktioniert vielerorts nur unzuverlässig.
Gerade für Landwirte ist jedoch eine funktionierende und praxistaugliche digitale Lösung entscheidend, um die notwendigen Nachweise für Förderprogramme korrekt und fristgerecht erbringen zu können.
Es muss sichergestellt werden, dass den Betrieben aus technischen Problemen keine Nachteile bei der Förderung entstehen. Daher setze ich mich dafür ein, dass bestehende Schwierigkeiten bei der Nutzung der App berücksichtigt und praktikable Lösungen geschaffen werden.
Hintergrund
Die Dokumentation von Kennarten dient dem Nachweis einer biodiversitätsfördernden Bewirtschaftung von Dauergrünland. Förderprogramme wie die Ökoregelung 5 und FAKT II sollen landwirtschaftliche Betriebe unterstützen, die einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.