Förderung aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm

03.04.2020

 

Guido Wolf, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen und Tourismusminister, hat die Projekte bekanntgegeben, die 2020 durch das Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes gefördert werden. Darunter ist auch ein interkommunales Projekt im Landkreis Tuttlingen mit so genannten Infopoints an der Donauversickerung und der Donau. Das Land unterstützt die kommunale Tourismusinfrastruktur in Baden-Württemberg erstmals seit Bestehen des Förderprogramms mit über zehn Millionen Euro. Seit 2016 wurde die Fördersumme damit verdoppelt. Insgesamt fördert das Land 29 kommunale Tourismusinfrastrukturprojekte mit der Gesamtsumme von rund 10,2 Millionen Euro. Dadurch werden Investitionen in Höhe von knapp 37,4 Millionen Euro angestoßen.

Das teilte Tourismusminister Guido Wolf Landrat Stefan Bär aufgrund der aktuellen Beschränkungen persönlicher Kontakte in einer Videokonferenz am gestrigen Donnerstag mit (Foto). Ziel des Projekts ist die Steigerung der überregionalen Bekanntheit der Donauversickerung. Es entstehen fünf dezentrale Infopoints in Immendingen, Möhringen, Tuttlingen, Fridingen und Aach. Die Infopoints sollen mit Infotafeln und digitalen „Triggern“ (z.B. QR-Codes) sowie Touchscreens versehen werden. Die inhaltliche und digitale Ausstattung des Informationssystems wird in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Obere Donau entwickelt. Für das Projekt gewährt das Land einen Zuschuss in Höhe von 419.400 Euro, insgesamt sind für das Projekt Kosten in Höhe von rund 838.000 Euro vorgesehen.

Guido Wolf sagte: „Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Leitökonomie für Baden-Württemberg mit rund 390.000 Arbeitsplätzen entwickelt. Nun trifft diesen Sektor die Corona-Krise mit voller Härte. Umso wichtiger ist es, in diesen schweren Zeiten auch nach vorne zu schauen und in die Tourismusinfrastruktur zu investieren. So knüppelhart die derzeitigen Tage für den Tourismus sind: Nach der Krise können sich auch Chancen ergeben. Das Reiseverhalten wird sich nach der Krise verändern. Ich bin zuversichtlich, dass die Bedeutung des Urlaubs in Deutschland und Baden-Württemberg zunehmen wird, weil die Menschen heimatnäher Urlaub machen wollen und gute Infrastruktur vor Ort ein noch wichtigeres Argument werden wird. Mit dem Projekt können Donau und Donauversickerung deutlich attraktiver und besser vermarktet werden, ich finde insbesondere den Ansatz, fünf Orte interkommunal als Partner zu beteiligen, sehr gelungen. Im Tourismus geht es nur gemeinsam.“

Wolf weiter: „Das Tourismusinfrastrukturprogramm ist ein wichtiges Instrument um Projekte zu fördern, die Touristen zu Gute kommen, aber auch der Bevölkerung vor Ort einen echten Mehrwert bringen. Die Kommunen sind wichtige Partner des Landes für die touristische Entwicklung und Rückgrat unser Gesellschaft. Durch das Programm werden gerade auch ländlich geprägte Regionen darin unterstützt, die Lebens- und Erlebnisqualität vor Ort weiter zu verbessern.“

Weitere Informationen:

Mit dem Tourismusinfrastrukturprogramm (TIP) werden wirtschafts- und strukturverbessernde Investitionen in die Tourismusinfrastruktur gefördert, die mittelbar Arbeitsplätze – überwiegend im ländlichen Raum – sichern oder schaffen und die Wirtschaft vor Ort stärken. Das Tourismusinfrastrukturprogramm stellt einen wichtigen Baustein zur Sicherung der Gesamtfinanzierung von kommunalen Tourismusprojekten dar. Die jährlichen Mittel wurden während dieser Legislaturperiode von fünf auf zehn Millionen Euro verdoppelt.

Die einzelnen Projekte des Programms 2020 finden sich nachstehend. Über drei der 29 Vorhaben, konkret die Projekte in Bad Krozingen, Bad Liebenzell und Bühlertal, muss aufgrund der Fördersumme abschließend der zuständige Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landtags von Baden-Württemberg entscheiden. Der Ausschuss ist ab 500.000 Euro Zuschusshöhe für die Genehmigung der Fördergelder zuständig.