Immendingen und Emmingen-Liptingen erhalten je 71.600 Euro für die Sireneninfrastruktur

PRESSEMITTEILUNG

17.02.2022, 14:55 Uhr

 

Das baden-württembergische Innenministerium verkündete am heutigen 17. Februar, dass die Regierungspräsidien im Land weitere rund drei Millionen Euro aus dem Sirenenförderprogramm des Bundes an die Städte und Gemeinden bewilligen werden. Zum Zuge kommen in dieser Tranche auch zwei Kommunen aus dem Landkreis Tuttlingen: „Immendingen und Emmingen-Liptingen erhalten je 71.600 Euro für die Sireneninfrastruktur. Die Gemeinden haben damit Planungssicherheit und können ihre Projekte zur Stärkung der Warnung der Bevölkerung angehen“, zeigt sich Guido Wolf, Landtagsabgeordneter des Landkreises Tuttlingen-Donaueschingen, erfreut. „Erst vergangenes Jahr haben die Unwetterereignisse in Deutschland gezeigt, dass wir eine noch bessere Warninfrastruktur für unsere Bevölkerung benötigen, dazu gehören auch Sirenen. Im Ernstfall können sie Leben retten! Ich freue mich sehr, dass Immendingen und Emmingen-Liptingen nun von der Förderung profitieren“, so Wolf.

Zahlreiche Gemeinden und Städte im Land haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Ausbau und der Ertüchtigung der Sireneninfrastruktur auseinandergesetzt. Der Bund hat Baden-Württemberg hierfür insgesamt 11,2 Millionen Euro aus seinem Sonderförderprogramm Sirenen zur Verfügung gestellt. Demgegenüber steht ein Antragsvolumen von 36,8 Millionen Euro. „Das zeigt deutlich, dass der Bedarf unserer Kommunen in keiner Weise von den Fördermitteln abgedeckt werden kann. Der Bund muss Mittel nachlegen, dafür setze ich mich gemeinsam mit meiner Bundestagskollegin Maria-Lena Weiss ein“, betonte Wolf abschließend.

Weitere Informationen:

In Baden-Württemberg können die für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden das Modulare Warnsystem “MoWaS“ zur Warnung der Bevölkerung einsetzen. Warnmeldungen können damit auf möglichst vielen Wegen verbreitet werden, um so einen möglichst großen Teil der Bevölkerung zu erreichen. Derzeit sind an “MoWaS“ die Warn-Apps “NINA“, “KATWARN“ und “BIWAPP“, einige regionale Warn-Apps, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Zeitungsredaktionen und Onlinedienste, digitale Stadtinformationstafeln und einige Verkehrsunternehmen angeschlossen. In Zukunft sollen auch Sirenen an “MoWaS“ angeschlossen und die Warnung über Cell Broadcast integriert werden. Alle angeschlossenen Warnmittel können über “MoWaS“ zeitgleich und mit einer Eingabe ausgelöst werden.